Am 22. 11. war wieder einmal Großschachtag
in Trofaiach. Die Landesliga und je zwei 1. Klassemannschaften waren im Einsatz. Trofaiach 3 hatte Kindberg zu Gast.
Auf Brett 1 saßen sich Georg Völkl und Florian Kapus gegenüber. Nach beiderseits einer sehr exakten und ausgeglichen Eröffnung rochierte Georg etwas mutig in die schlechtere Ecke. Sein Gegenspieler aus Kindberg konnte dies zum Glück nicht ausnützen, legte seine Zentrumsbauern fest, und so war der Vorteil wieder beim Trofaiacher. Mit einem vorübergehenden Figurenopfer, das einen Bauern einbrachte, konnte Georg seinen Druck noch verstärken, doch letzten Endes wurde ein Remis daraus. Auch auf Brett 4 konnte Dr. Günter Kafrda gegen den ebenso elostärkeren Philipp Pieber ein hervorragendes Unentschieden erreichen. Somit war die endgültige Entscheidung auf die Bretter 2 und 3 übertragen. Da war es Emmanuil Mushynskyi, dem es gelang, die gegnerische Dame von Hans Kröppel einzusperren. Die Befreiung kostete eine Leichtfigur, worauf der Kindberger keine Lust mehr verspürte, weiterzuspielen. Für die Trofaiacher Mannschaft bedeutete dies nun den Sieg oder mindestens ein Unentschieden. Das sollte die Partie auf Brett 2 von Manfred Zink gegen Herbert Schönangerer entscheiden. Das Spiel war über weite Strecken ausgeglichen. Am Ende des Mittelspiels passierte dem Trofaiacher leider eine Ungenauigkeit, die einen wichtigen Bauern kostete. Allerdings ergab sich durch einen weit vorgerückten Bauern die Möglichkeit, König und Turm an diesen Bauern zu binden, sodass die Partie nach über 3 1/2 Stunden und fast 70 Zügen remis endete. Eine hervorragende Leistung der Trofaiacher 1. Klassespieler, die an allen Brettern elounterlegen waren, an zwei Brettern sogar mehr als 200 Elo.
Endstand: 2,5 : 1,5 für Trofaiach 3 (4. Tabellenrang)
Gleichzeitig spielte auch Trofaiach 4 gegen Leoben 3. Auf Brett 3 konnte Bernhard Schneeberger den stark spielenden Alexander Schein unter Kontrolle halten und ein Remis verbuchen. Auf den anderen Brettern wogte der Kampf hin und her. Für Andreas Prednik war die Lage schon sehr eng, doch er schaffte es noch, den Kopf seines Königs aus der Schlinge zu ziehen und voll zu punkten. Schlecht sah es auch auf Brett 3 zwischen Franz Schwab gegen Konstantin Orlov aus. Doch auch er erreichte ein Remis. Auf Brett 4 stellte Wolfgang Judmaier gegen Manfred Scharf nach einem übersehenen Schach leider einen wichtigen Bauern ein und musste schlussendlich aufgeben.
Endstand : 2 : 2 (5. Tabellenplatz)