Geschichte

Die Geschichte des Schachklubs
1928

Die Ursprünge des Schachklubs ALPINE Trofaiach reichen bis in das Jahr 1928 zurück:
Das vereinsmäßig organisierte Schachspiel hat mithin in dieser obersteirischen Kleinstadt (damals noch Marktgemeinde) eine immerhin bereits fünfundsiebzigjährige Tradition. Die Geschichte des Vereins war, vor allem in ihren ersten Jahrzehnten, ganz wesentlich vom Einfluss des Stahlwerks der ALPINE Donawitz geprägt, das den anfangs vor allem aus Arbeitern des Hütte gebildeten Verein unterstützte und förderte.
Mittlerweile ist aus dem ursprünglichen reinen „Werksverein“ längst ein für jeden potentiellen Interessenten „offener“ Club geworden, der sich freilich immer noch als Erbe und Bewahrer der Tradition des Donawitzer Werksvereins versteht und dies auch durch seinen Vereinsnamen dokumentiert.
Im Jahr 1928 schlossen sich einige jüngere Trofaiacher, in der Mehrzahl Arbeiter des Hüttenwerks in Donawitz, zu einer „Schach-Gruppe“ zusammen, die sich in regelmäßigen Abständen in der so genannten „Zimmerhütte“, später im Gasthaus Schnuderl, zum Schachspiel traf. Als „Zweigverein“ des „Deutschen Schachvereins Donawitz“ unterlag die „Schach-Gruppe Trofaiach“ den Satzungen dieses Vereins.
Zu den Mitgliedern dieser ersten Trofaiacher Schachgruppe gehörten unter anderem die späteren Trofaiacher Bürgermeister Alois Schaller und Konrad Zechner, weiters Hans Dobrovnik, Gottfried Zeiler, Franz Hahn, Hans Gaber, Franz Popper, Emmerich Albrecht und Rudolf Brettenthaler. 1938

Der so genannte „Anschluss“ Österreichs an Nazideutschland im März 1938 hatte für das Vereinsleben in der nunmehrigen „Ostmark“ weit reichende Folgen:
Für die aus der Arbeiterschachbewegung hervorgegangene Schachgruppe Trofaiach bedeutete er das vorläufige Ende, sie wurde 1939 aufgelöst, an einer Weiterführung des Spielbetriebs war während der Kriegsjahre nicht zu denken.
Als jedoch die ersten Nöte der Kriegs- und Nachkriegszeit überwunden waren, stellte sich bei den verbliebenen Spielern der einstmaligen Schachgruppe Trofaiach und einigen jüngeren Schachfreunden der Wunsch ein, wieder einen geregelten Vereinsbetrieb aufzunehmen. Der so genannte „Anschluss“ Österreichs an Nazideutschland im März 1938 hatte für das Vereinsleben in der nunmehrigen „Ostmark“ weit reichende Folgen:
Für die aus der Arbeiterschachbewegung hervorgegangene Schachgruppe Trofaiach bedeutete er das vorläufige Ende, sie wurde 1939 aufgelöst, an einer Weiterführung des Spielbetriebs war während der Kriegsjahre nicht zu denken.
Als jedoch die ersten Nöte der Kriegs- und Nachkriegszeit überwunden waren, stellte sich bei den verbliebenen Spielern der einstmaligen Schachgruppe Trofaiach und einigen jüngeren Schachfreunden der Wunsch ein, wieder einen geregelten Vereinsbetrieb aufzunehmen.


1948

Im Jahr 1948 wurde in einer Versammlung im Hotel Fuchs der nunmehr eigenständige „Schachclub Trofaiach“ gegründet, der mit Wirkung vom 1.1. 1950 beim Steirischen Schachlandesverband angemeldet wurde. Die Satzungen definierten den neu gegründeten Verein als „eine Vereinigung von Freunden des Schachspiels, unpolitisch und mit Sitz und Tätigkeitsbereich in Trofaiach“, Zweck des Vereines sei es, „das Schachspiel unter seinen Mitgliedern zu pflegen und zu fördern“. Diese Satzungen blieben bis ins Jahr 1972, als sie im Zuge der Fusionierung mit dem Werksverein der ALPINE Donawitz modifiziert wurden, in Geltung. Zum ersten Obmann wurde der Friseurmeister Rudolf Pock gewählt, durch die Wahl des damaligen Trofaiacher Bürgermeisters Alois Schaller, der vor dem Krieg bereits Mitglied der Schachgruppe gewesen war, zum „Ehrenobmann“, konnte die Gemeinde als Sponsor gewonnen werden, überdies ermöglichte es die finanzielle Unterstützung durch das Werk Donawitz, Schachgarnituren und -Uhren anzukaufen: Der Aufnahme des Vereinsbetriebs stand somit nichts mehr im Wege. Der SC Trofaiach, wie sich der Verein nunmehr nannte, bildete gemeinsam mit den Vereinen SC Leoben, ATUS Bruck und SV Kapfenberg die Gruppe „1. Klasse Städtezentrum“: Beim ersten Antreten in dieser Gruppe musste sich die Trofaiacher Mannschaft mit vier Punkten aus 18 Partien mit dem vierten und letzten Platz begnügen, Meister wurde Kapfenberg. Im Jahr 1952 verlegte der Verein sein Lokal in den Gasthof Pfann, bald darauf ins Gasthaus Baier. In dieser Zeit schlossen sich einige jüngere Schachfreunde dem SC Trofaiach an, die zum Teil für Jahrzehnte zu den Stützen des Vereinslebens gehören sollten: Unter ihnen Max Wolfberger, Erich Müllner, August und Harald Kaltenegger, Erich Metcher, Julius Schneider, Anton Rössler, Ferdinand Tabernegg, Jaroslav Kovacic, Werner Pungartnik und der junge Dietmar Schnuderl. Im Jahr 1953 konnte im „Städtezentrum“ immerhin bereits der dritte Rang erreicht werden. In freundschaftlichen Wettkämpfen gegen den Nachbarverein aus Leoben erreichte die Trofaiacher Mannschaft 1953 ein 3 ½-3 ½ Unentschieden, im Jahr darauf einen 7-3 Sieg. 1955 war das „Städtezentrum“ bereits auf acht Mannschaften angewachsen, unter denen Trofaiach den sechsten Rang belegte. Spieler aus Trofaiach nahmen auch an zwei Simultanveranstaltungen des nach Argentinien ausgewanderten österreichischen Schachgroßmeisters Erich Eliskases im Donawitzer Werkshotel in den Jahren 1954 und 1955 teil, diesmal jedoch ohne Erfolgserlebnis.


1956

Zu Beginn des Jahres 1956 löste Julius Schneider Rudolf Pock als Obmann ab, der jedoch 1958 wiedergewählt wurde. Wie es um das Niveau des obersteirischen Schachs zu dieser Zeit bestellt war, belegt ein am 28. und 29. Jänner 1956 in Leoben zweirundig auf vierzehn Brettern ausgetragener Wettkampf, in dem sich eine aus Spielern des SC Leoben und des SC Trofaiach gebildete Mannschaft dem Team von Union Wien stellte: Es setzte eine 5 ½-22 ½ Niederlage, von den Trofaiachern konnte einzig Ägidius Kalischnig eine seiner beiden Partien gewinnen, alle anderen Trofaiacher verloren sämtliche Spiele. Auch die Ergebnisse im Städtezentrum waren eher mäßig, 1959 und 1960 wurde unter fünf Teilnehmern jeweils der vierte Platz erreicht. Das Jahr 1961 markierte eine Zäsur in der Geschichte des Vereins. Im Oktober dieses Jahres musste der Spielbetrieb eingestellt werden, da die Gemeinde es ablehnte, weiterhin für die Beheizungskosten des Vereinslokals im Hinterzimmer des Gasthauses Rumpler, wohin der Verein inzwischen übersiedelt war, aufzukommen. Das Angebot des Vereins, diese Kosten selbst zu tragen, wurde vom Wirt abgelehnt, der als Alternative vorschlug, die Vereinsabende im Schankzimmer weiterzuführen. Da unter solchen Umständen an eine reguläre Fortsetzung des Spielbetriebs nicht zu denken war und in der Eile auch kein Ersatzlokal gefunden werden konnte, musste der Verein seine Tätigkeit vorläufig einstellen. Der SC Trofaiach wurde daher beim Landesverband abgemeldet, sein Inventar wurde der Gemeinde zur Verwahrung übergeben. Einziger Lichtblick in dieser dunklen Zeit der Vereinsgeschichte war ein unerwarteter Erfolg des Nachwuchsspielers Dietmar Schnuderl: Um diesem die Teilnahme bei der Obersteirischen Jugendmeisterschaft des Jahres 1962 zu ermöglichen, wurde er beim SC Leoben angemeldet; völlig überraschend konnte Schnuderl das Turnier gewinnen und somit den Titel eines Obersteirischen Jugendmeisters im Schach erringen.


1963

Mit Wirkung vom 1. 1. 1963 wurde der Verein unter neuer Führung – Obmann: Max Wolfberger, im darauf folgenden Jahr von Erich Metcher abgelöst, Obmannstellvertreter: Erich Metcher, Kassier: Julius Schneider, Schriftführer: Liberat Loreth – wieder beim steirischen Landesverband angemeldet. Das Vereinsleben wurde auf eine völlig neue Basis gestellt und in erheblichem Umfang intensiviert: Das Vereinslokal wurde in den Gasthof Ferstl verlegt, in dem nun an zwei Tagen in der Woche (Dienstag und Donnerstag, später Montag und Freitag) Vereinsabende stattfanden, zugleich wurde die Einhebung eines Mitgliedsbeitrags in Höhe von ÖS 36,- jährlich beschlossen, bei der Trafik Tabernegg wurde ein Aushängekasten angemietet, in dem Informationen über die Tätigkeit des Vereins präsentiert wurden. Überdies wurde, wohl unter dem Eindruck des Erfolges von Dietmar Schnuderl, die Intensivierung der Nachwuchsarbeit beschlossen, weiters sollten jährlich eine Vereinsmeisterschaft, ein Wanderpokalturnier und zusätzlich ein Turnier um einen von Vereinsmitglied Albert Feiler gestifteten Pokal ausgetragen werden. An die Marktgemeinde Trofaiach und die Hütte Donawitz wurden Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt, die für den Ankauf von Garnituren und Holzkassetten zur Verwahrung derselben dienen sollte. Am 14. 1. 1963 wurde dem Schachklub sein von der Gemeinde verwahrtes Eigentum rückerstattet. Die aus diesem Anlass erstellte Inventarliste gibt Einblick in die damaligen Besitzverhältnisse des Vereins: 15 Garnituren Schachfiguren, 18 Schachbretter, 8 Schachuhren, 1 Demonstrationsbrett aus Eisen mit magnetisch haftenden Figuren, 1 Vereinsstempel, sowie ein Sparbuch mit einer Einlage von ÖS 1720,79 (nach heutigem Geldwert ca. € 550,-). In einem aus Anlass der Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit ausgetragenen freundschaftlichen Wettkampf gegen den SC Leoben am 4.4. 1963 erreichten die Trofaiacher, passend zum Datum des Wettkampfes, ein 4-4 Unentschieden, einen einige Monate später, diesmal in Leoben ausgetragenen Vergleichskampf gegen den selben Gegner gewannen die Trofaiacher mit 4 ½–2 ½. Erster Sieger der Vereinsmeisterschaft wurde im Jahr 1963 Harald Kaltenegger, vor dem punktegleichen Max Wolfberger, den Wanderpokal errang Rudolf Pock, der Feiler-Pokal ging an Josef Nachbargauer. Im Städtezentrum erreichte Trofaiach in den folgenden Jahren jeweils solide Mittelfeldplätze: 1964 Rang 3. unter sechs Mannschaften, 1965 Rang 5. unter zehn Mannschaften, 1966 und 1967 jeweils Rang 4. unter neun Mannschaften. Für die „Professionalisierung“ des Spielbetriebs in dieser Zeit sprechen die Beschlüsse der Jahreshauptversammlung 1966, in der die zwingende Mitschreibpflicht bei Bewerbpartien eingeführt und die „Rücknahme“ ausgeführter Zügen kategorisch untersagt wurde; außerdem wurde beschlossen, Unterrichtsabende einzuführen.


1968

Das Jahr 1968 brachte die bis dahin größten Erfolge in der Vereinsgeschichte: Im Städtezentrum erreichte Trofaiach, mit nur einem Punkt Rückstand auf Meister Pernegg, unter sieben Mannschaften den 2. Platz, das von der Brauerei Göß zu Weihnachten desselben Jahres ausgetragene Mannschaftsblitzturnier konnte der Trofaiacher „Vierer (Müllner, Pölzl, A. Kaltenegger, Feiler) gewinnen. Dieses gute Abschneiden war zum großen Teil auf die systematische Aufbauarbeit des Obmannes Erich Metcher zurückzuführen, der sich in diesem Jahr auch den Vereinsmeistertitel sichern konnte, die beiden zum letzten Mal ausgetragenen Pokal-Turniere gewannen Albert Feiler und Herbert Pölzl. Ungeachtet der Erfolge mehrte sich jedoch die Kritik vor allem jüngerer Spieler an der Vereinsführung, so dass die nächsten Jahre von internen Zwistigkeiten, die sich wohl am treffendsten als „Generationenkonflikt“ beschreiben lassen, und von mehreren, rasch aufeinander folgenden personellen Veränderungen in der Vereinsführung geprägt waren (erst mit der Wahl von Liberat Loreth zum Obmann im Jahr 1976 wurde hier personelle Kontinuität erreicht, er übt dieses Amt seit nunmehr 27 Jahren erfolgreich aus). Positiv hervorzuheben sind aus dieser Zeit zwei freundschaftliche Wettkämpfe gegen die starke Mannschaft von Csepel Budapest (1969 vom SC Trofaiach, 1970 vom Werksverein der Hütte Donawitz unter Beteiligung mehrerer Trofaiacher Spieler ausgetragen), die allerdings erwartungsgemäß beide verloren gingen, und der neuerliche 2. Rang in Meisterschaft des Städtezentrums 1970;


1971

Weniger gut lief es in der Saison 1971, als sich Trofaiach unter sechs Teams mit dem 4. Rang begnügen musste. Im selben Jahr wurde in Trofaiach erstmals ein Mannschafts-Blitzturnier ausgetragen, die Mannschaft des Veranstalters belegten unter sechs Teams Rang 5. Die anhaltenden internen Streitigkeiten begannen sich mehr und mehr auf das Vereinsleben auszuwirken: So nahm beispielsweise nur mehr ein Drittel der Vereinsspieler an den regelmäßigen Vereinsabenden und an der Jahreshauptversammlung 1971 teil. Als Ausweg aus der Krise bot sich die Fusionierung mit dem Werksverein der Hütte ALPINE Donawitz an, der durch den Umstand, dass mehrere Trofaiacher Vereinsmitglieder im Stahlwerk beruflich tätig waren, ohnedies in einem Naheverhältnis zum SC Trofaiach stand. Im Oktober 1971 wurde die Fusion beschlossen, mit Wirkung vom 1. 1. 1972 vereinigten sich die beiden Vereine zum SK ALPINE Trofaiach: Eine, wie sich zeigen sollte, kluge Entscheidung. Hatte der Verein in der letzten Saison (1971/72) vor der Fusionierung im Städtezentrum (1. Klasse) noch den 3. Platz unter sechs Mannschaften belegt, so eroberte die neu formierte Mannschaft des nunmehr fusionierten Vereins in der Saison 1973 auf Anhieb den Meistertitel! Maßgeblich daran beteiligt waren vor allem die ehemaligen Donawitzer Spieler Konetschnik (5 aus 5!) und Auer (5 aus 6), doch auch die Leistungen der „Trofaiacher“ Spießberge 4 ½ aus 6) und A. Kaltenegger (3 aus 3), waren bemerkenswert. Der Vorsprung auf die zweitplazierte Mannschaft aus Pernegg war freilich denkbar gering: ein halber Punkt! Da auch die Aufstiegsspiele gegen die anderen Meister der 1. Klassen erfolgreich absolviert wurden, erwarb der SK ALPINE Trofaiach erstmals das Recht, die Obersteirische Liga mit einer Achtermannschaft zu beschicken. Die Obersteirische Liga erwies sich jedoch rasch als allzu schwieriges Terrain: Nach überraschenden Anfangserfolgen gegen Liezen und Fohnsdorf setzte es durchwegs schwere Niederlagen und schlussendlich den letzten Platz. Da die Liga aufgestockt wurde, entging die Mannschaft des SC ALPINE Trofaiach vorerst dem Abstieg, der neuerliche letzte Platz im darauf folgenden Jahr (1974/75) bedeutete jedoch die Rückkehr in die 1. Klasse. An dieser hatte sich in den beiden Jahren eine zweite Trofaiacher Mannschaft beteiligt, die jedoch, da sie auf die in der Obersteirischen Liga eingesetzte „erste Garnitur“ verzichten musste, nur mäßige Resultate erzielte (1973/74: 9. Platz unter zehn Teams, 1974/75: 6. Platz unter acht Teams). Das 25. Jahr des Bestehens des Vereins (1975) wurde mit der Ausrichtung der Obersteirischen Einzelmeisterschaft in Trofaiach, sowie mit drei Einzelblitzturnieren – Sieger: Wisnecky (Leoben), Müllner (Trofaiach) und Wolfberger (Trofaiach) – begangen. Ein aus demselben Anlass geplantes großes Mannschaftsblitzturnier im Werkshotel Donawitz kam nicht zustande. Die Leistungen des SK ALPINE Trofaiach wurden auch dadurch gewürdigt, dass drei Spieler des Vereines – Anton Spießberger, Karl Raue und Liberat Loreth – in die Obersteirische Auswahlmannschaft berufen wurden, die am 31. Oktober 1976 in Wimpassing einen Vergleichskampf gegen Niederösterreich austrug (und mit 12-16 verlor). Das große Ziel des Wiederaufstiegs in die Obersteirische Liga blieb dem SK ALPINE Trofaiach in den beiden darauf folgenden Jahren versagt, obwohl in der Saison 1976/77 gleich zwei Teams aus Trofaiach an der Meisterschaft der 1. Klasse teilnahmen. Ein Aufwärtstrend zeichnete sich jedoch bereits ab: Bei dem zu Saisonende 1976/77 in Breitenau ausgetragenen Blitzturnier der 1. Klasse konnte Trofaiach sowohl die Mannschafts-, als auch die Einzelwertung – durch Karl Raue – für sich entscheiden. In der darauf folgenden Saison 1977/78 klappte es dann auch mit dem Meistertitel in der 1. Klasse, und dies auch noch in besonders beeindruckender Weise: Die Mannschaft von Trofaiach II zog dem Rest des Feldes von Beginn an davon und sicherte sich unangefochten den 1. Platz. Herausragender Spieler war der erst siebzehnjährige Arnold Eberhart, der am ersten Brett alle acht Partien gewinnen konnte. Komplettiert wurde der Trofaiacher Erfolg durch den 3. Rang von Trofaiach I. Durch Erfolge gegen Murau und Schladming in den Aufstiegsspielen qualifizierte sich der SK ALPINE Trofaiach zum zweiten Mal für die Obersteirische Liga, die sich jedoch ein weiteres Mal als zu schwierig erwies: In der Saison 1978/79 landete Trofaiach wiederum auf dem letzten Platz und musste ein zweites Mal den bitteren Weg hinunter in die 1. Klasse antreten. In dieser hatten zwei Trofaiacher Teams im selben Jahr die Plätze 4. und 8. (letzter Platz) erreicht. Das internationale Aufsehen, dass der als „Kampf der politischen Systeme“ verkaufte Weltmeisterschaftskampf des Jahres 1972 zwischen dem Amerikaner Bobby Fischer und dem Russen Boris Spasskij erweckt hatte, wirkte sich weltweit stimulierend auf das Schachspiel aus. Bis dahin gelegentlich als Kaffeehaus- und Altherrenspiel verschrien, zog das wettkampfmäßig betriebene Schach nun verstärkt jugendliche Interessenten an: Auch in Trofaiach war dieser Trend zu verspüren, junge Spieler wie Arnold Eberhart, Robert Krenker, Gerd Mitter und Helgard Wimmer schlossen sich dem Verein an und wurden bald zu dessen Leistungsträgern. Während Eberhart in der 1. Klasse brillierte, sicherte sich Krenker vor Eberhart die nach neuem, umständlichem System ausgetragene Vereinsmeisterschaft der Jahre 1978-80, Mitter gelang es in einer im Jahr 1979 in Leoben ausgetragenen Simultanveranstaltung, dem berühmten ungarischen Schachgroßmeister Andrej Lilienthal eine Niederlage beizubringen. In der Saison 1979/80 versuchte der SK ALPINE Trofaiach gleich an zwei „Fronten“, den Wiederaufstieg in die Obersteirische Liga zu erringen: Erstmals beteiligte sich eine Trofaiacher Mannschaft auch an der 1. Klasse Mürztal, wo es jedoch nur für den 7. Platz unter neun Mannschaften reichte, im Städtezentrum wurde dagegen zum dritten Mal der Meistertitel errungen. Zwar sah es auch in der Saison 1980/81 lange Zeit so aus, als ob sich Trofaiach nicht in der Obersteirischen Liga würde halten können, ein unerwartet hoher 5 ½–2 ½-Sieg gegen Mürzzuschlag in der letzten Runde sicherte jedoch erstmals aus eigener Kraft den Klassenerhalt. Leistungsträger waren in dieser Saison bereits eindeutig die jungen Spieler: Eberhart (am ersten Brett) 4 ½ aus 11, Mitter 7 ½ aus 11, Krenker und Wimmer je 6 ½ aus 10. Im Städtezentrum wurden in derselben Saison die Plätze 6. und 8. (unter zehn Teilnehmern) erspielt. Welchen Aufschwung das Schachspiel in Trofaiach in dieser Zeit genommen hatte, belegen einige Erfolge des Jahres 1981: In der Gruppe 1. Klasse der in Fohnsdorf ausgetragenen Obersteirischen Blitzmeisterschaft sicherte sich Trofaiach mit satten 11 ½ Punkten Vorsprung den Mannschaftstitel, die Einzelwertung gewann Krenker vor Eberhart, dem es überdies in einem in Niklasdorf ausgetragenen Simultanturnier gelang, den ungarischen Weltklassespieler Lajos Portisch zu besiegen. Im Steirischen Schachcup qualifizierte sich der Trofaiacher Vierer durch Siege über Breitenau, Fürstenfeld und Stainach für das Semifinale, wo erst der mehrfache österreichische Staatsligameister Merkur Graz den Siegeslauf der Trofaiacher Mannschaft stoppen konnte, im darauf folgenden Jahr erreichte die Trofaiacher Mannschaft neuerlich das Viertelfinale. Inzwischen hatte sich mit Werner Kormann, Markus Ebner, Peter Steinkellner, Peter Stachel und – bald darauf – Martin Riedner, eine neue, noch jüngere Generation von Nachwuchsspielern dem Verein angeschlossen. Der stetige Zustrom von jungen und jüngsten Schachfreunden und deren gezielte Anleitung durch Jugendbetreuer Mitter prägt seitdem bis in die Gegenwart den Spielbetrieb des SK ALPINE Trofaiach, eine Entwicklung, die auf regionaler Ebene den weltweiten, vor allem auch durch den Aufstieg der Computertechnologie mitbestimmten Aufschwung des wettkampfmäßig betrieben Schachspiels belegt, der sich auch in der vermehrten Ausrichtung von speziellen Schüler- und Juniorenwettkämpfen auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene niederschlägt. Das Image des Kaffeehausspiels für ältere Herren hat das Schachspiel seit langem überwunden, nicht zuletzt deshalb, weil auch die Schulen den pädagogischen Wert des Schachspiels mehr und mehr zu nützen begannen; eine Entwicklung die freilich mittlerweile durch die massiven Einsparungsmaßnahmen im Unterrichtssystem in den letzten Jahren eher stagniert: Der Freude am geistigen Kräftemessen auf den 64 Feldern tut dies aber keinen Abbruch. Allerdings bringt es die wirtschaftliche Situation der obersteirischen Industrieregion mit sich, dass zahlreiche talentierte Jugendliche nach Abschluss der Schule abwandern und damit auch dem Verein den Rücken kehren (müssen).


1981

Das Jahr 1981 war das bis dahin erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte gewesen, das Jahr 1982 sollte aber noch besser verlaufen. In der Obersteirischen Liga, wo die Trofaiacher Mannschaft bislang immer als Abstiegskandidat gegolten hatte, wurde unter zwölf Teams der 4. Rang erkämpft (Kormann 8 aus 11, Eberhart 7 ½ aus 11, Mitter 7 aus 11, Krenker 4 ½ aus 6 usw.), in der 1. Klasse wurden der 7. und der 8. Platz errungen. Herausragend waren aber insbesondere die Erfolge der Junioren bei diversen Jugendturnieren: In der Steirischen Schülermeisterschaft belegte der erst fünfzehnjährige Markus Ebner Rang 4. (unter 34 Teilnehmern), im Mannschaftsbewerb erzielte ein aus Trofaiacher und Leobner Spielern gebildetes Team Rang 2., bei der Jugend-Bezirkslandes-meisterschaft gewann das Team des Bezirks Leoben, mit den beiden Trofaiachern Kormann und Steinkellner (5 ½ aus 7), den Meistertitel. Diese Erfolge wurden vom Landesverband durch Nominierungen in Auswahlmannschaften „belohnt“: Ebner und Steinkellner wurden für zwei Wettkämpfe gegen Slowenien in die Steirische Junioren-Landesauswahl berufen, Ebner war überdies auch Mitglied jener Landesauswahl, die im Jahr 1983 bei der Österreichischen Bundesländermeisterschaft den hervorragenden 2. Platz eroberte. Bei der Steirischen Jugend-Einzellandesmeisterschaft hatte sich Ebner im selben Jahr als einer der jüngsten Teilnehmer unter 30 Konkurrenten den 2. Platz gesichert, Steinkellner erreichte Rang 9. Dieser Generationswechsel innerhalb des Vereines spiegelt sich auch in den Ergebnissen der darauf folgenden Vereinsmeisterschaften, die durchwegs die jüngeren Spieler unter sich ausmachten, wobei sich Gerd Mitter mit dem Gewinn der Vereinsmeisterschaft 1982 als die vereinsinterne Nummer eins etablierte; er sollte es auch in den folgenden Jahren bleiben. Die Saison 1982/83 brachte in der Obersteirischen Liga das bis dahin beste Abschneiden: Unter zwölf Konkurrenten wurde hinter Mürzzuschlag der Vizemeistertitel errungen (Eberhart 6 aus 8, Mitter, Kormann und Wimmer je 7 aus 11, Steinkellner 6 aus 9 usw.). Komplettiert wurde die bis dahin erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte durch den Gewinn des Meistertitels in der 1. Klasse durch die Mannschaft von Trofaiach II (Peintinger 5 ½ aus 6, Stachel 4 aus 7, Hermanik 2 ½ aus 3, Dr. Balla 2 aus 2 usw.) und den 3. Rang von Trofaiach I in der selben Liga. Auf die Teilnahme an den Aufstiegsspielen musste freilich verzichtet werden, da in der Obersteirischen Liga nur eine Mannschaft pro Verein spielberechtigt ist; für die darauf folgende Saison konnten im Städtezentrum dafür gleich drei Trofaiacher Mannschaften gemeldet werden. Ein Freundschaftswettkampf gegen Eisenerz ging mit 16 ½-7 ½ klar an Trofaiach. Der Aufschwung des Trofaiacher Schachgeschehens hielt in den 80-er Jahren an. Zwar wurde der erhoffte Titelgewinn in der Obersteirischen Liga immer wieder verfehlt, jedoch war Trofaiach im Jugendschach über Jahre hinaus der stärkste steirische Verein. Spieler wie Peter Steinkellner, Marcus Ebner, Martin Riedner, Gerfried Göschl, Wolfgang Klär, Michael Pircher, Robert Mach, Andreas Prednik, Mario Krebs, Gernot Wally u.a. holten in den 80-er Jahren zahlreiche Jugendtitel für Trofaiach. Die 1986 erstmals ausgetragene Jugendmannschaftslandesmeisterschaft war jahrelang eine sichere Domäne unseres Nachwuchses und sicherte sich das Trofaiach Quartett 7 x in Folge den Landesmeistertitel. Auch die seit 1984 ausgetragene Schülermannschaftsmeisterschaft U 16 konnte in den Jahren 1985, 1986, 1988, 1989 gewonnen werden, wobei sich insbesondere die Spieler Martin Riedner, Christian Reichmann, Martin Harder, Bernhard Wolfberger, Wolfgang Klär, Georg Völkl und Siegfried Wernbacher auszeichneten. Auch durch das 1983 erstmals ausgetragene Leobner Schulschachturnier konnten Jugendliche für das geistige Kräftemessen gewonnen werden. Der Schachklub Trofaiach verwendete seine Aufmerksamkeit jedoch nicht nur für die Jugendlichen, sondern wurde ab 1984 jahrelang auch ein eigenes Seniorenturnier ausgetragen, wobei auch Spieler der Nachbarvereine St. Michael und Leoben immer wieder teilnahmen.

Seit 1980 wird das früher nur intern ausgetragene Dreikönigsblitzturnier als offenes Turnier veranstaltet an dem sich jährlich zahlreiche Blitzgrößen beteiligen. Den ersten Einzellandesmeistertitel holte Martin Riedner 1985 in der Klasse U 14 nach Hause. Im selben Jahr belegte Peter Steinkellner bei den Jugendlichen U 19 den 2. Rang. 1985 wurde Marcus Ebner sensationell der erste internationale Liechtensteiner Jugendmeister und verwies Konkurrenz aus Schweiz, Bayern und zahlreichen österreichischen Bundesländern auf die Plätze. Insbesondere Martin Riedner beherrschte in der zweiten Hälfte der 80-er Jahre die steirische Jugendszene und sicherte sich neben 9 Mannschaftslandesmeistertiteln auch die Einzelerfolge in den Klassen U 16, 1986, 1988 sowie 1991 und 1992 in der neu eingeführten Juniorenklasse U 20. Zweite Plätze bei Einzellandesmeisterschaften erreichten auch Wolfgang Klär, Gernot Wally und Michael Pircher. Der nur zweimal ausgetragene Vereinsjugendcup wurde 1987 eine Beute des Trofaiacher Quartetts Riedner, Krebs, Klär und Göschl. Auch bei den österreichischen Nachwuchsmeisterschaften gab es Erfolge, beispielsweise war Martin Riedner bester Spieler des steirischen Teams, das sich 1987 den Schülermannschaftstitel holte. 1988 wurde er bei der U 15 Einzelstaatsmeisterschaft Dritter. Für das steirische Auswahlteam der Jugend wurden auch die Trofaiacher Markus Ebner, Peter Steinkellner, Gerfried Göschl, Wolfgang Klär und Michael Pircher mehrmals herangezogen. Leider wurden auf Riedners Erfolge auch die Grazer Spitzenvereine aufmerksam, denen es schließlich 1992 gelang Martin von Trofaiach abzuwerben. Bei der 1985 zum ersten und letzten Mal ausgetragenen steirischen U 25 Meisterschaft belegte Mitter den 3. Rang. Der Schachklub Trofaiach übersiedelte im Herbst 1988 in das Gasthaus Wilding und führte dort am Montag und Freitag seinen regen Spielbetrieb durch.


1989

Im Jahr 1989 trat der Schachverein dem allgemeinen Sportverein Österreich (ASVÖ) als Mitglied bei. Seit 1992 unterstützt die Raiffeisenbank Trofaiach als Hauptsponsor unseren Verein. Einen großen Erfolg feierten die Trofaiacher Nachwuchsspieler auch beim internationalen silbernen Springerturnier 1990 in Wolfsberg, wobei unser Team vor Mannschaften aus Kroatien, Slowenien, Ungarn, Polen und Italien den Sieg holen konnte. Für die Spielsaison 1992/93 verstärkten wir uns mit dem Trainer der kroatischen Damennationalmannschaft dem IM Vladimir Bukal. Mit seiner Hilfe begann in der Obersteirischen Liga ein großartiger Siegeslauf, schließlich gewann Trofaiach mit einem Rekordvorsprung von 12 Punkten vor Krieglach den Meistertitel, wobei im Schnitt pro Begegnung mehr als 6 Punkte erzielt wurden. Die erfolgreichsten Spieler waren Vladimir Bukal und Georg Völkl mit je 9 Punkten aus 9 Spielen, gefolgt von Mitter 9/11, Ebner 8,5/11, Klär 7/10, Göschl 6/9, Pircher 5/6 und Eberhart 4/6. Das folgende Aufstiegsturnier zur Landesliga mit den Vereinen Straßenbahn Graz und Leibnitz wurde mit einigem Zittern erfolgreich absolviert, wobei sich die Trofaiacher gemeinsam mit Leibnitz das Landesligaticket sicherten. Im Jahr 1993 musste wiederum das Klublokal gewechselt werden und kehrte der Schachklub in das Gasthaus Ferstl zurück. Am 8.3.1994 erspielte das Trofaiacher Team erstmals den Titel eines obersteirischen Mannschaftsblitzmeisters und auch die Einzelwertung wurde eine Trofaiacher Beute: es siegte IM Vladimir Bukal vor Gerd Mitter. In der Landesliga mussten die Trofaiacher zwar einiges Lehrgeld bezahlen, konnten sich aber gut behaupten. Einzig in der Saison 1994/95 schienen wir dem Abstieg entgegenzusehen und konnten uns erst dank Erfolgen in den letzten Runden den Klassenerhalt sichern. Bereits im Oktober 1995 mussten wir wieder ein neues Spiellokal suchen, da das Gasthaus Ferstl endgültig seine Pforten schloss. In einem Klassenraum der Franz-Jonas-Hauptschule Trofaiach fanden wir – insbesondere für die Jugendlichen – eine entsprechende Spielmöglichkeit. Um auch den “Gasthausfreaks” entgegenzukommen, findet der Klubabend am Montag seit 1999 im Sporthotel Schelch statt, während am Freitag weiterhin in der Hauptschule gespielt wurde bzw. seit August 2002 im Klublokal in der Bahnhofstraße 20.


1995

Nachdem sich die zweite Trofaiacher Mannschaft in der Saison 1995/96 den Meistertitel der 1. Klasse erkämpfte und somit berechtigt war, in die Obersteirische Liga aufzusteigen, wurde eine Spielgemeinschaft mit dem Verein ATUS Niklasdorf eingegangen, da die Obersteirische Liga auf acht Brettern und nicht nur auf vier wie die 1. Klasse abgewickelt wird. Diese Spielgemeinschaft mit Niklasdorf entwickelte sich in der Folge für beide Vereine durchaus positiv. In den 90-er Jahren kam wiederum eine neue Schachgeneration dazu, wobei die bedeutendsten Jugendlichen Wolfgang Grünstäudl, Robert Aschenbrenner und Stefan Spirk waren aber auch Horst Höbenreich, Corinna Fürstaller, Gerald Schneeberger u.a. setzten die Erfolge der Trofaiacher Jugendarbeit fort. 1998 und 1999 wurde wiederum die Jugendmannschaftsmeisterschaft von den Trofaiacher Teams gewonnen. Aschenbrenner sicherte sich 1998 sowohl den Jugend- als auch den Junioreneinzeltitel. 1999 konnte er seinen Erfolg in der Klasse U 20 wiederholen. Grünstäudl wurde 1996 Vizejugendlandesmeister, Spirk erreichte denselben Platz im Jahr 1999. Die Trofaiacher Landesligaauswahl wurde durch Spieler wie den Niklasdorfer Karl Sölkner, den Niederösterreicher Gregor Pfeiffer und den Wolfsberger Richard Tiefenbacher sowie insbesondere dem Sohn von IM Bukal, nämlich Vladimir Bukal jun., verstärkt. In der Saison 1998/99 beherrschte die Trofaiacher Auswahl das Geschehen in der Landesliga, wobei der Grundstein für den Erfolg bereits in der ersten Runde mit einem 5,5:2,5 Sieg gegen Titelkonkurrent Austria Graz gelegt wurde. Mit diesem Sieg sicherte sich das Trofaiacher Team (IM Vladimir Bukal, Gerd Mitter, Gregor Pfeiffer, Karl Sölkner, Marcus Ebner, Richard Tiefenbacher, Werner Kormann und Robert Aschenbrenner) den Aufstieg in die Staatsliga B-Süd. In der zweithöchsten österreichischen Spielklasse schienen vorerst die Trauben für die Trofaiacher zu hoch zu liegen. In der auf sechs Brettern ausgetragenen Meisterschaft zierte Trofaiach von Anbeginn an das Tabellenende. Erst in der Frühjahrssaison konnte dank Erfolge gegen Styria Graz, St. Veit an der Glan u.a. das drohende Abstiegsgespenst gebannt werden. In den folgenden Jahren verstärkte sich der Schachverein daher mit ausländischen Spielern wie den deutschen GM Christian Gabriel, IM Lothar Arnold, FM Dr. Wolfgang Max Koch und Erich Schulzke sowie dem kroatischen GM Ivan Zaja. Robert Aschenbrenner konnte sich bei den Jugendstaatsmeisterschaften erfolgreich schlagen und vertrat im Jahr 1999 Österreich bei der U 20 Weltmeisterschaft in Armenien. Er entwickelte sich in den letzten Jahren zum stärksten Trofaiacher Schachspieler und gewann u.a. in den Jahren 2001, 2002 und 2003 jeweils die obersteirische Einzelmeisterschaft und 2003 auch die Grazer Stadtmeisterschaft. Dass die Trofaiacher nicht nur auf wenige Spitzenspieler schauten, sondern insbesondere versuchten eine breite Basis für das Schachgeschehen zu gewinnen, dokumentiert auch dass das zweite Trofaiacher Team in der Saison 2000/01 die Obersteirische Liga für sich gewinnen konnte und somit in die Landesliga aufstieg. Insgesamt nahm die Spielgemeinschaft Trofaiach/Niklasdorf in den letzten Jahren mit jeweils sieben Mannschaften an den Vereinsmeisterschaften teil. Bereits im dritten Jahr in der Staatsliga B-Süd sicherte sich das Trofaiacher Sextett sensationell den 1. Platz und somit die Berechtigung an den Aufstiegsspielen für die Staatsliga A teilzunehmen. Bei den Aufstiegsspielen in Absam/Tirol wurde das Trofaiacher Team (Gabriel, Bukal jun., Arnold, Schulzke, Aschenbrenner, Mitter und Spirk) jedoch unter ihrem Wert geschlagen und scheiterten überraschend klar.


2002

Im Frühjahr 2002 erfolgte eine Reform der Staatsligen in Österreich und spielt Trofaiach daher seit der Saison 2002/03 in der Staatsliga B-Mitte, welche seit heuer zweite Bundesliga Mitte genannt wird, gemeinsam mit kärntner, steirischen und oberösterreichischen Vereinen. Aufgrund dieser Reformen reichte auch der 9. Platz in der Landesliga nicht und stieg die zweite Mannschaft somit wieder in die Obersteirische Liga ab, was zur Folge hatte, dass die dritte Mannschaft von der Obersteirischen Liga in die 1. Klasse zurückfiel. In der Spielsaison 2003/04 liegt Trofaiach in der Bundesliga Mitte nach der Herbstsaison auf dem 3. Rang, in der Obersteirischen Liga am 1. Platz, in der 1. Klasse Murtal auf den Rängen 3 und 7 sowie in der 2. Klasse Städtezentrum auf den Plätzen 3, 5 und 6. Das Klubgeschehen ist nach wie vor durch regen Besuch der Klubabende geprägt, wobei neben der Stadtmeisterschaft seit Beginn der 80-er Jahre jeweils auch eine Stadtblitzmeisterschaft, ein Weihnachtsblitzturnier, ein Jahreshauptversammlungsblitzturnier sowie im Herbst ein Schnellschachturnier ausgetragen wird. In den letzten Jahren sind auch wieder erfolgshungrige Nachwuchsspieler wie Thomas Weilharter, Wilfried Thoma und einige weitere zum Verein gestoßen, womit eine erfolgreiche Zukunft des Schachklubs gesichert erscheint.

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