{"id":31,"date":"2015-07-22T14:38:24","date_gmt":"2015-07-22T12:38:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schach-trofaiach.com\/blog\/?page_id=31"},"modified":"2018-12-01T16:57:04","modified_gmt":"2018-12-01T15:57:04","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schach-trofaiach.com\/blog\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Geschichte des Schachklubs<\/strong><br \/>\n<strong> 1928<\/strong><\/p>\n<p>Die Urspr\u00fcnge des Schachklubs ALPINE Trofaiach reichen bis in das Jahr 1928 zur\u00fcck:<br \/>\nDas vereinsm\u00e4\u00dfig organisierte Schachspiel hat mithin in dieser obersteirischen Kleinstadt (damals noch Marktgemeinde) eine immerhin bereits f\u00fcnfundsiebzigj\u00e4hrige Tradition. Die Geschichte des Vereins war, vor allem in ihren ersten Jahrzehnten, ganz wesentlich vom Einfluss des Stahlwerks der ALPINE Donawitz gepr\u00e4gt, das den anfangs vor allem aus Arbeitern des H\u00fctte gebildeten Verein unterst\u00fctzte und f\u00f6rderte.<br \/>\nMittlerweile ist aus dem urspr\u00fcnglichen reinen \u201eWerksverein\u201c l\u00e4ngst ein f\u00fcr jeden potentiellen Interessenten \u201eoffener\u201c Club geworden, der sich freilich immer noch als Erbe und Bewahrer der Tradition des Donawitzer Werksvereins versteht und dies auch durch seinen Vereinsnamen dokumentiert.<br \/>\nIm Jahr 1928 schlossen sich einige j\u00fcngere Trofaiacher, in der Mehrzahl Arbeiter des H\u00fcttenwerks in Donawitz, zu einer \u201eSchach-Gruppe\u201c zusammen, die sich in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden in der so genannten \u201eZimmerh\u00fctte\u201c, sp\u00e4ter im Gasthaus Schnuderl, zum Schachspiel traf. Als \u201eZweigverein\u201c des \u201eDeutschen Schachvereins Donawitz\u201c unterlag die \u201eSchach-Gruppe Trofaiach\u201c den Satzungen dieses Vereins.<br \/>\nZu den Mitgliedern dieser ersten Trofaiacher Schachgruppe geh\u00f6rten unter anderem die sp\u00e4teren Trofaiacher B\u00fcrgermeister Alois Schaller und Konrad Zechner, weiters Hans Dobrovnik, Gottfried Zeiler, Franz Hahn, Hans Gaber, Franz Popper, Emmerich Albrecht und Rudolf Brettenthaler. 1938<\/p>\n<p>Der so genannte \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs an Nazideutschland im M\u00e4rz 1938 hatte f\u00fcr das Vereinsleben in der nunmehrigen \u201eOstmark\u201c weit reichende Folgen:<br \/>\nF\u00fcr die aus der Arbeiterschachbewegung hervorgegangene Schachgruppe Trofaiach bedeutete er das vorl\u00e4ufige Ende, sie wurde 1939 aufgel\u00f6st, an einer Weiterf\u00fchrung des Spielbetriebs war w\u00e4hrend der Kriegsjahre nicht zu denken.<br \/>\nAls jedoch die ersten N\u00f6te der Kriegs- und Nachkriegszeit \u00fcberwunden waren, stellte sich bei den verbliebenen Spielern der einstmaligen Schachgruppe Trofaiach und einigen j\u00fcngeren Schachfreunden der Wunsch ein, wieder einen geregelten Vereinsbetrieb aufzunehmen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>1948<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 1948 wurde in einer Versammlung im Hotel Fuchs der nunmehr eigenst\u00e4ndige \u201eSchachclub Trofaiach\u201c gegr\u00fcndet, der mit Wirkung vom 1.1. 1950 beim Steirischen Schachlandesverband angemeldet wurde. Die Satzungen definierten den neu gegr\u00fcndeten Verein als \u201eeine Vereinigung von Freunden des Schachspiels, unpolitisch und mit Sitz und T\u00e4tigkeitsbereich in Trofaiach\u201c, Zweck des Vereines sei es, \u201edas Schachspiel unter seinen Mitgliedern zu pflegen und zu f\u00f6rdern\u201c. Diese Satzungen blieben bis ins Jahr 1972, als sie im Zuge der Fusionierung mit dem Werksverein der ALPINE Donawitz modifiziert wurden, in Geltung. Zum ersten Obmann wurde der Friseurmeister Rudolf Pock gew\u00e4hlt, durch die Wahl des damaligen Trofaiacher B\u00fcrgermeisters Alois Schaller, der vor dem Krieg bereits Mitglied der Schachgruppe gewesen war, zum \u201eEhrenobmann\u201c, konnte die Gemeinde als Sponsor gewonnen werden, \u00fcberdies erm\u00f6glichte es die finanzielle Unterst\u00fctzung durch das Werk Donawitz, Schachgarnituren und -Uhren anzukaufen: Der Aufnahme des Vereinsbetriebs stand somit nichts mehr im Wege. Der SC Trofaiach, wie sich der Verein nunmehr nannte, bildete gemeinsam mit den Vereinen SC Leoben, ATUS Bruck und SV Kapfenberg die Gruppe \u201e1. Klasse St\u00e4dtezentrum\u201c: Beim ersten Antreten in dieser Gruppe musste sich die Trofaiacher Mannschaft mit vier Punkten aus 18 Partien mit dem vierten und letzten Platz begn\u00fcgen, Meister wurde Kapfenberg. Im Jahr 1952 verlegte der Verein sein Lokal in den Gasthof Pfann, bald darauf ins Gasthaus Baier. In dieser Zeit schlossen sich einige j\u00fcngere Schachfreunde dem SC Trofaiach an, die zum Teil f\u00fcr Jahrzehnte zu den St\u00fctzen des Vereinslebens geh\u00f6ren sollten: Unter ihnen Max Wolfberger, Erich M\u00fcllner, August und Harald Kaltenegger, Erich Metcher, Julius Schneider, Anton R\u00f6ssler, Ferdinand Tabernegg, Jaroslav Kovacic, Werner Pungartnik und der junge Dietmar Schnuderl. Im Jahr 1953 konnte im \u201eSt\u00e4dtezentrum\u201c immerhin bereits der dritte Rang erreicht werden. In freundschaftlichen Wettk\u00e4mpfen gegen den Nachbarverein aus Leoben erreichte die Trofaiacher Mannschaft 1953 ein 3 \u00bd-3 \u00bd Unentschieden, im Jahr darauf einen 7-3 Sieg. 1955 war das \u201eSt\u00e4dtezentrum\u201c bereits auf acht Mannschaften angewachsen, unter denen Trofaiach den sechsten Rang belegte. Spieler aus Trofaiach nahmen auch an zwei Simultanveranstaltungen des nach Argentinien ausgewanderten \u00f6sterreichischen Schachgro\u00dfmeisters Erich Eliskases im Donawitzer Werkshotel in den Jahren 1954 und 1955 teil, diesmal jedoch ohne Erfolgserlebnis.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>1956<\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn des Jahres 1956 l\u00f6ste Julius Schneider Rudolf Pock als Obmann ab, der jedoch 1958 wiedergew\u00e4hlt wurde. Wie es um das Niveau des obersteirischen Schachs zu dieser Zeit bestellt war, belegt ein am 28. und 29. J\u00e4nner 1956 in Leoben zweirundig auf vierzehn Brettern ausgetragener Wettkampf, in dem sich eine aus Spielern des SC Leoben und des SC Trofaiach gebildete Mannschaft dem Team von Union Wien stellte: Es setzte eine 5 \u00bd-22 \u00bd Niederlage, von den Trofaiachern konnte einzig \u00c4gidius Kalischnig eine seiner beiden Partien gewinnen, alle anderen Trofaiacher verloren s\u00e4mtliche Spiele. Auch die Ergebnisse im St\u00e4dtezentrum waren eher m\u00e4\u00dfig, 1959 und 1960 wurde unter f\u00fcnf Teilnehmern jeweils der vierte Platz erreicht. Das Jahr 1961 markierte eine Z\u00e4sur in der Geschichte des Vereins. Im Oktober dieses Jahres musste der Spielbetrieb eingestellt werden, da die Gemeinde es ablehnte, weiterhin f\u00fcr die Beheizungskosten des Vereinslokals im Hinterzimmer des Gasthauses Rumpler, wohin der Verein inzwischen \u00fcbersiedelt war, aufzukommen. Das Angebot des Vereins, diese Kosten selbst zu tragen, wurde vom Wirt abgelehnt, der als Alternative vorschlug, die Vereinsabende im Schankzimmer weiterzuf\u00fchren. Da unter solchen Umst\u00e4nden an eine regul\u00e4re Fortsetzung des Spielbetriebs nicht zu denken war und in der Eile auch kein Ersatzlokal gefunden werden konnte, musste der Verein seine T\u00e4tigkeit vorl\u00e4ufig einstellen. Der SC Trofaiach wurde daher beim Landesverband abgemeldet, sein Inventar wurde der Gemeinde zur Verwahrung \u00fcbergeben. Einziger Lichtblick in dieser dunklen Zeit der Vereinsgeschichte war ein unerwarteter Erfolg des Nachwuchsspielers Dietmar Schnuderl: Um diesem die Teilnahme bei der Obersteirischen Jugendmeisterschaft des Jahres 1962 zu erm\u00f6glichen, wurde er beim SC Leoben angemeldet; v\u00f6llig \u00fcberraschend konnte Schnuderl das Turnier gewinnen und somit den Titel eines Obersteirischen Jugendmeisters im Schach erringen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>1963<\/strong><\/p>\n<p>Mit Wirkung vom 1. 1. 1963 wurde der Verein unter neuer F\u00fchrung \u2013 Obmann: Max Wolfberger, im darauf folgenden Jahr von Erich Metcher abgel\u00f6st, Obmannstellvertreter: Erich Metcher, Kassier: Julius Schneider, Schriftf\u00fchrer: Liberat Loreth \u2013 wieder beim steirischen Landesverband angemeldet. Das Vereinsleben wurde auf eine v\u00f6llig neue Basis gestellt und in erheblichem Umfang intensiviert: Das Vereinslokal wurde in den Gasthof Ferstl verlegt, in dem nun an zwei Tagen in der Woche (Dienstag und Donnerstag, sp\u00e4ter Montag und Freitag) Vereinsabende stattfanden, zugleich wurde die Einhebung eines Mitgliedsbeitrags in H\u00f6he von \u00d6S 36,- j\u00e4hrlich beschlossen, bei der Trafik Tabernegg wurde ein Aush\u00e4ngekasten angemietet, in dem Informationen \u00fcber die T\u00e4tigkeit des Vereins pr\u00e4sentiert wurden. \u00dcberdies wurde, wohl unter dem Eindruck des Erfolges von Dietmar Schnuderl, die Intensivierung der Nachwuchsarbeit beschlossen, weiters sollten j\u00e4hrlich eine Vereinsmeisterschaft, ein Wanderpokalturnier und zus\u00e4tzlich ein Turnier um einen von Vereinsmitglied Albert Feiler gestifteten Pokal ausgetragen werden. An die Marktgemeinde Trofaiach und die H\u00fctte Donawitz wurden Antr\u00e4ge auf finanzielle Unterst\u00fctzung gestellt, die f\u00fcr den Ankauf von Garnituren und Holzkassetten zur Verwahrung derselben dienen sollte. Am 14. 1. 1963 wurde dem Schachklub sein von der Gemeinde verwahrtes Eigentum r\u00fcckerstattet. Die aus diesem Anlass erstellte Inventarliste gibt Einblick in die damaligen Besitzverh\u00e4ltnisse des Vereins: 15 Garnituren Schachfiguren, 18 Schachbretter, 8 Schachuhren, 1 Demonstrationsbrett aus Eisen mit magnetisch haftenden Figuren, 1 Vereinsstempel, sowie ein Sparbuch mit einer Einlage von \u00d6S 1720,79 (nach heutigem Geldwert ca. \u20ac 550,-). In einem aus Anlass der Wiederaufnahme der Vereinst\u00e4tigkeit ausgetragenen freundschaftlichen Wettkampf gegen den SC Leoben am 4.4. 1963 erreichten die Trofaiacher, passend zum Datum des Wettkampfes, ein 4-4 Unentschieden, einen einige Monate sp\u00e4ter, diesmal in Leoben ausgetragenen Vergleichskampf gegen den selben Gegner gewannen die Trofaiacher mit 4 \u00bd\u20132 \u00bd. Erster Sieger der Vereinsmeisterschaft wurde im Jahr 1963 Harald Kaltenegger, vor dem punktegleichen Max Wolfberger, den Wanderpokal errang Rudolf Pock, der Feiler-Pokal ging an Josef Nachbargauer. Im St\u00e4dtezentrum erreichte Trofaiach in den folgenden Jahren jeweils solide Mittelfeldpl\u00e4tze: 1964 Rang 3. unter sechs Mannschaften, 1965 Rang 5. unter zehn Mannschaften, 1966 und 1967 jeweils Rang 4. unter neun Mannschaften. F\u00fcr die \u201eProfessionalisierung\u201c des Spielbetriebs in dieser Zeit sprechen die Beschl\u00fcsse der Jahreshauptversammlung 1966, in der die zwingende Mitschreibpflicht bei Bewerbpartien eingef\u00fchrt und die \u201eR\u00fccknahme\u201c ausgef\u00fchrter Z\u00fcgen kategorisch untersagt wurde; au\u00dferdem wurde beschlossen, Unterrichtsabende einzuf\u00fchren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>1968<\/strong><\/p>\n<p>Das Jahr 1968 brachte die bis dahin gr\u00f6\u00dften Erfolge in der Vereinsgeschichte: Im St\u00e4dtezentrum erreichte Trofaiach, mit nur einem Punkt R\u00fcckstand auf Meister Pernegg, unter sieben Mannschaften den 2. Platz, das von der Brauerei G\u00f6\u00df zu Weihnachten desselben Jahres ausgetragene Mannschaftsblitzturnier konnte der Trofaiacher \u201eVierer (M\u00fcllner, P\u00f6lzl, A. Kaltenegger, Feiler) gewinnen. Dieses gute Abschneiden war zum gro\u00dfen Teil auf die systematische Aufbauarbeit des Obmannes Erich Metcher zur\u00fcckzuf\u00fchren, der sich in diesem Jahr auch den Vereinsmeistertitel sichern konnte, die beiden zum letzten Mal ausgetragenen Pokal-Turniere gewannen Albert Feiler und Herbert P\u00f6lzl. Ungeachtet der Erfolge mehrte sich jedoch die Kritik vor allem j\u00fcngerer Spieler an der Vereinsf\u00fchrung, so dass die n\u00e4chsten Jahre von internen Zwistigkeiten, die sich wohl am treffendsten als \u201eGenerationenkonflikt\u201c beschreiben lassen, und von mehreren, rasch aufeinander folgenden personellen Ver\u00e4nderungen in der Vereinsf\u00fchrung gepr\u00e4gt waren (erst mit der Wahl von Liberat Loreth zum Obmann im Jahr 1976 wurde hier personelle Kontinuit\u00e4t erreicht, er \u00fcbt dieses Amt seit nunmehr 27 Jahren erfolgreich aus). Positiv hervorzuheben sind aus dieser Zeit zwei freundschaftliche Wettk\u00e4mpfe gegen die starke Mannschaft von Csepel Budapest (1969 vom SC Trofaiach, 1970 vom Werksverein der H\u00fctte Donawitz unter Beteiligung mehrerer Trofaiacher Spieler ausgetragen), die allerdings erwartungsgem\u00e4\u00df beide verloren gingen, und der neuerliche 2. Rang in Meisterschaft des St\u00e4dtezentrums 1970;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>1971<\/strong><\/p>\n<p>Weniger gut lief es in der Saison 1971, als sich Trofaiach unter sechs Teams mit dem 4. Rang begn\u00fcgen musste. Im selben Jahr wurde in Trofaiach erstmals ein Mannschafts-Blitzturnier ausgetragen, die Mannschaft des Veranstalters belegten unter sechs Teams Rang 5. Die anhaltenden internen Streitigkeiten begannen sich mehr und mehr auf das Vereinsleben auszuwirken: So nahm beispielsweise nur mehr ein Drittel der Vereinsspieler an den regelm\u00e4\u00dfigen Vereinsabenden und an der Jahreshauptversammlung 1971 teil. Als Ausweg aus der Krise bot sich die Fusionierung mit dem Werksverein der H\u00fctte ALPINE Donawitz an, der durch den Umstand, dass mehrere Trofaiacher Vereinsmitglieder im Stahlwerk beruflich t\u00e4tig waren, ohnedies in einem Naheverh\u00e4ltnis zum SC Trofaiach stand. Im Oktober 1971 wurde die Fusion beschlossen, mit Wirkung vom 1. 1. 1972 vereinigten sich die beiden Vereine zum SK ALPINE Trofaiach: Eine, wie sich zeigen sollte, kluge Entscheidung. Hatte der Verein in der letzten Saison (1971\/72) vor der Fusionierung im St\u00e4dtezentrum (1. Klasse) noch den 3. Platz unter sechs Mannschaften belegt, so eroberte die neu formierte Mannschaft des nunmehr fusionierten Vereins in der Saison 1973 auf Anhieb den Meistertitel! Ma\u00dfgeblich daran beteiligt waren vor allem die ehemaligen Donawitzer Spieler Konetschnik (5 aus 5!) und Auer (5 aus 6), doch auch die Leistungen der \u201eTrofaiacher\u201c Spie\u00dfberge 4 \u00bd aus 6) und A. Kaltenegger (3 aus 3), waren bemerkenswert. Der Vorsprung auf die zweitplazierte Mannschaft aus Pernegg war freilich denkbar gering: ein halber Punkt! Da auch die Aufstiegsspiele gegen die anderen Meister der 1. Klassen erfolgreich absolviert wurden, erwarb der SK ALPINE Trofaiach erstmals das Recht, die Obersteirische Liga mit einer Achtermannschaft zu beschicken. Die Obersteirische Liga erwies sich jedoch rasch als allzu schwieriges Terrain: Nach \u00fcberraschenden Anfangserfolgen gegen Liezen und Fohnsdorf setzte es durchwegs schwere Niederlagen und schlussendlich den letzten Platz. Da die Liga aufgestockt wurde, entging die Mannschaft des SC ALPINE Trofaiach vorerst dem Abstieg, der neuerliche letzte Platz im darauf folgenden Jahr (1974\/75) bedeutete jedoch die R\u00fcckkehr in die 1. Klasse. An dieser hatte sich in den beiden Jahren eine zweite Trofaiacher Mannschaft beteiligt, die jedoch, da sie auf die in der Obersteirischen Liga eingesetzte \u201eerste Garnitur\u201c verzichten musste, nur m\u00e4\u00dfige Resultate erzielte (1973\/74: 9. Platz unter zehn Teams, 1974\/75: 6. Platz unter acht Teams). Das 25. Jahr des Bestehens des Vereins (1975) wurde mit der Ausrichtung der Obersteirischen Einzelmeisterschaft in Trofaiach, sowie mit drei Einzelblitzturnieren \u2013 Sieger: Wisnecky (Leoben), M\u00fcllner (Trofaiach) und Wolfberger (Trofaiach) \u2013 begangen. Ein aus demselben Anlass geplantes gro\u00dfes Mannschaftsblitzturnier im Werkshotel Donawitz kam nicht zustande. Die Leistungen des SK ALPINE Trofaiach wurden auch dadurch gew\u00fcrdigt, dass drei Spieler des Vereines \u2013 Anton Spie\u00dfberger, Karl Raue und Liberat Loreth \u2013 in die Obersteirische Auswahlmannschaft berufen wurden, die am 31. Oktober 1976 in Wimpassing einen Vergleichskampf gegen Nieder\u00f6sterreich austrug (und mit 12-16 verlor). Das gro\u00dfe Ziel des Wiederaufstiegs in die Obersteirische Liga blieb dem SK ALPINE Trofaiach in den beiden darauf folgenden Jahren versagt, obwohl in der Saison 1976\/77 gleich zwei Teams aus Trofaiach an der Meisterschaft der 1. Klasse teilnahmen. Ein Aufw\u00e4rtstrend zeichnete sich jedoch bereits ab: Bei dem zu Saisonende 1976\/77 in Breitenau ausgetragenen Blitzturnier der 1. Klasse konnte Trofaiach sowohl die Mannschafts-, als auch die Einzelwertung \u2013 durch Karl Raue \u2013 f\u00fcr sich entscheiden. In der darauf folgenden Saison 1977\/78 klappte es dann auch mit dem Meistertitel in der 1. Klasse, und dies auch noch in besonders beeindruckender Weise: Die Mannschaft von Trofaiach II zog dem Rest des Feldes von Beginn an davon und sicherte sich unangefochten den 1. Platz. Herausragender Spieler war der erst siebzehnj\u00e4hrige Arnold Eberhart, der am ersten Brett alle acht Partien gewinnen konnte. Komplettiert wurde der Trofaiacher Erfolg durch den 3. Rang von Trofaiach I. Durch Erfolge gegen Murau und Schladming in den Aufstiegsspielen qualifizierte sich der SK ALPINE Trofaiach zum zweiten Mal f\u00fcr die Obersteirische Liga, die sich jedoch ein weiteres Mal als zu schwierig erwies: In der Saison 1978\/79 landete Trofaiach wiederum auf dem letzten Platz und musste ein zweites Mal den bitteren Weg hinunter in die 1. Klasse antreten. In dieser hatten zwei Trofaiacher Teams im selben Jahr die Pl\u00e4tze 4. und 8. (letzter Platz) erreicht. Das internationale Aufsehen, dass der als \u201eKampf der politischen Systeme\u201c verkaufte Weltmeisterschaftskampf des Jahres 1972 zwischen dem Amerikaner Bobby Fischer und dem Russen Boris Spasskij erweckt hatte, wirkte sich weltweit stimulierend auf das Schachspiel aus. Bis dahin gelegentlich als Kaffeehaus- und Altherrenspiel verschrien, zog das wettkampfm\u00e4\u00dfig betriebene Schach nun verst\u00e4rkt jugendliche Interessenten an: Auch in Trofaiach war dieser Trend zu versp\u00fcren, junge Spieler wie Arnold Eberhart, Robert Krenker, Gerd Mitter und Helgard Wimmer schlossen sich dem Verein an und wurden bald zu dessen Leistungstr\u00e4gern. W\u00e4hrend Eberhart in der 1. Klasse brillierte, sicherte sich Krenker vor Eberhart die nach neuem, umst\u00e4ndlichem System ausgetragene Vereinsmeisterschaft der Jahre 1978-80, Mitter gelang es in einer im Jahr 1979 in Leoben ausgetragenen Simultanveranstaltung, dem ber\u00fchmten ungarischen Schachgro\u00dfmeister Andrej Lilienthal eine Niederlage beizubringen. In der Saison 1979\/80 versuchte der SK ALPINE Trofaiach gleich an zwei \u201eFronten\u201c, den Wiederaufstieg in die Obersteirische Liga zu erringen: Erstmals beteiligte sich eine Trofaiacher Mannschaft auch an der 1. Klasse M\u00fcrztal, wo es jedoch nur f\u00fcr den 7. Platz unter neun Mannschaften reichte, im St\u00e4dtezentrum wurde dagegen zum dritten Mal der Meistertitel errungen. Zwar sah es auch in der Saison 1980\/81 lange Zeit so aus, als ob sich Trofaiach nicht in der Obersteirischen Liga w\u00fcrde halten k\u00f6nnen, ein unerwartet hoher 5 \u00bd\u20132 \u00bd-Sieg gegen M\u00fcrzzuschlag in der letzten Runde sicherte jedoch erstmals aus eigener Kraft den Klassenerhalt. Leistungstr\u00e4ger waren in dieser Saison bereits eindeutig die jungen Spieler: Eberhart (am ersten Brett) 4 \u00bd aus 11, Mitter 7 \u00bd aus 11, Krenker und Wimmer je 6 \u00bd aus 10. Im St\u00e4dtezentrum wurden in derselben Saison die Pl\u00e4tze 6. und 8. (unter zehn Teilnehmern) erspielt. Welchen Aufschwung das Schachspiel in Trofaiach in dieser Zeit genommen hatte, belegen einige Erfolge des Jahres 1981: In der Gruppe 1. Klasse der in Fohnsdorf ausgetragenen Obersteirischen Blitzmeisterschaft sicherte sich Trofaiach mit satten 11 \u00bd Punkten Vorsprung den Mannschaftstitel, die Einzelwertung gewann Krenker vor Eberhart, dem es \u00fcberdies in einem in Niklasdorf ausgetragenen Simultanturnier gelang, den ungarischen Weltklassespieler Lajos Portisch zu besiegen. Im Steirischen Schachcup qualifizierte sich der Trofaiacher Vierer durch Siege \u00fcber Breitenau, F\u00fcrstenfeld und Stainach f\u00fcr das Semifinale, wo erst der mehrfache \u00f6sterreichische Staatsligameister Merkur Graz den Siegeslauf der Trofaiacher Mannschaft stoppen konnte, im darauf folgenden Jahr erreichte die Trofaiacher Mannschaft neuerlich das Viertelfinale. Inzwischen hatte sich mit Werner Kormann, Markus Ebner, Peter Steinkellner, Peter Stachel und \u2013 bald darauf \u2013 Martin Riedner, eine neue, noch j\u00fcngere Generation von Nachwuchsspielern dem Verein angeschlossen. Der stetige Zustrom von jungen und j\u00fcngsten Schachfreunden und deren gezielte Anleitung durch Jugendbetreuer Mitter pr\u00e4gt seitdem bis in die Gegenwart den Spielbetrieb des SK ALPINE Trofaiach, eine Entwicklung, die auf regionaler Ebene den weltweiten, vor allem auch durch den Aufstieg der Computertechnologie mitbestimmten Aufschwung des wettkampfm\u00e4\u00dfig betrieben Schachspiels belegt, der sich auch in der vermehrten Ausrichtung von speziellen Sch\u00fcler- und Juniorenwettk\u00e4mpfen auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene niederschl\u00e4gt. Das Image des Kaffeehausspiels f\u00fcr \u00e4ltere Herren hat das Schachspiel seit langem \u00fcberwunden, nicht zuletzt deshalb, weil auch die Schulen den p\u00e4dagogischen Wert des Schachspiels mehr und mehr zu n\u00fctzen begannen; eine Entwicklung die freilich mittlerweile durch die massiven Einsparungsma\u00dfnahmen im Unterrichtssystem in den letzten Jahren eher stagniert: Der Freude am geistigen Kr\u00e4ftemessen auf den 64 Feldern tut dies aber keinen Abbruch. Allerdings bringt es die wirtschaftliche Situation der obersteirischen Industrieregion mit sich, dass zahlreiche talentierte Jugendliche nach Abschluss der Schule abwandern und damit auch dem Verein den R\u00fccken kehren (m\u00fcssen).<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>1981<\/strong><\/p>\n<p>Das Jahr 1981 war das bis dahin erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte gewesen, das Jahr 1982 sollte aber noch besser verlaufen. In der Obersteirischen Liga, wo die Trofaiacher Mannschaft bislang immer als Abstiegskandidat gegolten hatte, wurde unter zw\u00f6lf Teams der 4. Rang erk\u00e4mpft (Kormann 8 aus 11, Eberhart 7 \u00bd aus 11, Mitter 7 aus 11, Krenker 4 \u00bd aus 6 usw.), in der 1. Klasse wurden der 7. und der 8. Platz errungen. Herausragend waren aber insbesondere die Erfolge der Junioren bei diversen Jugendturnieren: In der Steirischen Sch\u00fclermeisterschaft belegte der erst f\u00fcnfzehnj\u00e4hrige Markus Ebner Rang 4. (unter 34 Teilnehmern), im Mannschaftsbewerb erzielte ein aus Trofaiacher und Leobner Spielern gebildetes Team Rang 2., bei der Jugend-Bezirkslandes-meisterschaft gewann das Team des Bezirks Leoben, mit den beiden Trofaiachern Kormann und Steinkellner (5 \u00bd aus 7), den Meistertitel. Diese Erfolge wurden vom Landesverband durch Nominierungen in Auswahlmannschaften \u201ebelohnt\u201c: Ebner und Steinkellner wurden f\u00fcr zwei Wettk\u00e4mpfe gegen Slowenien in die Steirische Junioren-Landesauswahl berufen, Ebner war \u00fcberdies auch Mitglied jener Landesauswahl, die im Jahr 1983 bei der \u00d6sterreichischen Bundesl\u00e4ndermeisterschaft den hervorragenden 2. Platz eroberte. Bei der Steirischen Jugend-Einzellandesmeisterschaft hatte sich Ebner im selben Jahr als einer der j\u00fcngsten Teilnehmer unter 30 Konkurrenten den 2. Platz gesichert, Steinkellner erreichte Rang 9. Dieser Generationswechsel innerhalb des Vereines spiegelt sich auch in den Ergebnissen der darauf folgenden Vereinsmeisterschaften, die durchwegs die j\u00fcngeren Spieler unter sich ausmachten, wobei sich Gerd Mitter mit dem Gewinn der Vereinsmeisterschaft 1982 als die vereinsinterne Nummer eins etablierte; er sollte es auch in den folgenden Jahren bleiben. Die Saison 1982\/83 brachte in der Obersteirischen Liga das bis dahin beste Abschneiden: Unter zw\u00f6lf Konkurrenten wurde hinter M\u00fcrzzuschlag der Vizemeistertitel errungen (Eberhart 6 aus 8, Mitter, Kormann und Wimmer je 7 aus 11, Steinkellner 6 aus 9 usw.). Komplettiert wurde die bis dahin erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte durch den Gewinn des Meistertitels in der 1. Klasse durch die Mannschaft von Trofaiach II (Peintinger 5 \u00bd aus 6, Stachel 4 aus 7, Hermanik 2 \u00bd aus 3, Dr. Balla 2 aus 2 usw.) und den 3. Rang von Trofaiach I in der selben Liga. Auf die Teilnahme an den Aufstiegsspielen musste freilich verzichtet werden, da in der Obersteirischen Liga nur eine Mannschaft pro Verein spielberechtigt ist; f\u00fcr die darauf folgende Saison konnten im St\u00e4dtezentrum daf\u00fcr gleich drei Trofaiacher Mannschaften gemeldet werden. Ein Freundschaftswettkampf gegen Eisenerz ging mit 16 \u00bd-7 \u00bd klar an Trofaiach. Der Aufschwung des Trofaiacher Schachgeschehens hielt in den 80-er Jahren an. Zwar wurde der erhoffte Titelgewinn in der Obersteirischen Liga immer wieder verfehlt, jedoch war Trofaiach im Jugendschach \u00fcber Jahre hinaus der st\u00e4rkste steirische Verein. Spieler wie Peter Steinkellner, Marcus Ebner, Martin Riedner, Gerfried G\u00f6schl, Wolfgang Kl\u00e4r, Michael Pircher, Robert Mach, Andreas Prednik, Mario Krebs, Gernot Wally u.a. holten in den 80-er Jahren zahlreiche Jugendtitel f\u00fcr Trofaiach. Die 1986 erstmals ausgetragene Jugendmannschaftslandesmeisterschaft war jahrelang eine sichere Dom\u00e4ne unseres Nachwuchses und sicherte sich das Trofaiach Quartett 7 x in Folge den Landesmeistertitel. Auch die seit 1984 ausgetragene Sch\u00fclermannschaftsmeisterschaft U 16 konnte in den Jahren 1985, 1986, 1988, 1989 gewonnen werden, wobei sich insbesondere die Spieler Martin Riedner, Christian Reichmann, Martin Harder, Bernhard Wolfberger, Wolfgang Kl\u00e4r, Georg V\u00f6lkl und Siegfried Wernbacher auszeichneten. Auch durch das 1983 erstmals ausgetragene Leobner Schulschachturnier konnten Jugendliche f\u00fcr das geistige Kr\u00e4ftemessen gewonnen werden. Der Schachklub Trofaiach verwendete seine Aufmerksamkeit jedoch nicht nur f\u00fcr die Jugendlichen, sondern wurde ab 1984 jahrelang auch ein eigenes Seniorenturnier ausgetragen, wobei auch Spieler der Nachbarvereine St. Michael und Leoben immer wieder teilnahmen.<\/p>\n<p>Seit 1980 wird das fr\u00fcher nur intern ausgetragene Dreik\u00f6nigsblitzturnier als offenes Turnier veranstaltet an dem sich j\u00e4hrlich zahlreiche Blitzgr\u00f6\u00dfen beteiligen. Den ersten Einzellandesmeistertitel holte Martin Riedner 1985 in der Klasse U 14 nach Hause. Im selben Jahr belegte Peter Steinkellner bei den Jugendlichen U 19 den 2. Rang. 1985 wurde Marcus Ebner sensationell der erste internationale Liechtensteiner Jugendmeister und verwies Konkurrenz aus Schweiz, Bayern und zahlreichen \u00f6sterreichischen Bundesl\u00e4ndern auf die Pl\u00e4tze. Insbesondere Martin Riedner beherrschte in der zweiten H\u00e4lfte der 80-er Jahre die steirische Jugendszene und sicherte sich neben 9 Mannschaftslandesmeistertiteln auch die Einzelerfolge in den Klassen U 16, 1986, 1988 sowie 1991 und 1992 in der neu eingef\u00fchrten Juniorenklasse U 20. Zweite Pl\u00e4tze bei Einzellandesmeisterschaften erreichten auch Wolfgang Kl\u00e4r, Gernot Wally und Michael Pircher. Der nur zweimal ausgetragene Vereinsjugendcup wurde 1987 eine Beute des Trofaiacher Quartetts Riedner, Krebs, Kl\u00e4r und G\u00f6schl. Auch bei den \u00f6sterreichischen Nachwuchsmeisterschaften gab es Erfolge, beispielsweise war Martin Riedner bester Spieler des steirischen Teams, das sich 1987 den Sch\u00fclermannschaftstitel holte. 1988 wurde er bei der U 15 Einzelstaatsmeisterschaft Dritter. F\u00fcr das steirische Auswahlteam der Jugend wurden auch die Trofaiacher Markus Ebner, Peter Steinkellner, Gerfried G\u00f6schl, Wolfgang Kl\u00e4r und Michael Pircher mehrmals herangezogen. Leider wurden auf Riedners Erfolge auch die Grazer Spitzenvereine aufmerksam, denen es schlie\u00dflich 1992 gelang Martin von Trofaiach abzuwerben. Bei der 1985 zum ersten und letzten Mal ausgetragenen steirischen U 25 Meisterschaft belegte Mitter den 3. Rang. Der Schachklub Trofaiach \u00fcbersiedelte im Herbst 1988 in das Gasthaus Wilding und f\u00fchrte dort am Montag und Freitag seinen regen Spielbetrieb durch.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>1989<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 1989 trat der Schachverein dem allgemeinen Sportverein \u00d6sterreich (ASV\u00d6) als Mitglied bei. Seit 1992 unterst\u00fctzt die Raiffeisenbank Trofaiach als Hauptsponsor unseren Verein. Einen gro\u00dfen Erfolg feierten die Trofaiacher Nachwuchsspieler auch beim internationalen silbernen Springerturnier 1990 in Wolfsberg, wobei unser Team vor Mannschaften aus Kroatien, Slowenien, Ungarn, Polen und Italien den Sieg holen konnte. F\u00fcr die Spielsaison 1992\/93 verst\u00e4rkten wir uns mit dem Trainer der kroatischen Damennationalmannschaft dem IM Vladimir Bukal. Mit seiner Hilfe begann in der Obersteirischen Liga ein gro\u00dfartiger Siegeslauf, schlie\u00dflich gewann Trofaiach mit einem Rekordvorsprung von 12 Punkten vor Krieglach den Meistertitel, wobei im Schnitt pro Begegnung mehr als 6 Punkte erzielt wurden. Die erfolgreichsten Spieler waren Vladimir Bukal und Georg V\u00f6lkl mit je 9 Punkten aus 9 Spielen, gefolgt von Mitter 9\/11, Ebner 8,5\/11, Kl\u00e4r 7\/10, G\u00f6schl 6\/9, Pircher 5\/6 und Eberhart 4\/6. Das folgende Aufstiegsturnier zur Landesliga mit den Vereinen Stra\u00dfenbahn Graz und Leibnitz wurde mit einigem Zittern erfolgreich absolviert, wobei sich die Trofaiacher gemeinsam mit Leibnitz das Landesligaticket sicherten. Im Jahr 1993 musste wiederum das Klublokal gewechselt werden und kehrte der Schachklub in das Gasthaus Ferstl zur\u00fcck. Am 8.3.1994 erspielte das Trofaiacher Team erstmals den Titel eines obersteirischen Mannschaftsblitzmeisters und auch die Einzelwertung wurde eine Trofaiacher Beute: es siegte IM Vladimir Bukal vor Gerd Mitter. In der Landesliga mussten die Trofaiacher zwar einiges Lehrgeld bezahlen, konnten sich aber gut behaupten. Einzig in der Saison 1994\/95 schienen wir dem Abstieg entgegenzusehen und konnten uns erst dank Erfolgen in den letzten Runden den Klassenerhalt sichern. Bereits im Oktober 1995 mussten wir wieder ein neues Spiellokal suchen, da das Gasthaus Ferstl endg\u00fcltig seine Pforten schloss. In einem Klassenraum der Franz-Jonas-Hauptschule Trofaiach fanden wir &#8211; insbesondere f\u00fcr die Jugendlichen &#8211; eine entsprechende Spielm\u00f6glichkeit. Um auch den \u201cGasthausfreaks\u201d entgegenzukommen, findet der Klubabend am Montag seit 1999 im Sporthotel Schelch statt, w\u00e4hrend am Freitag weiterhin in der Hauptschule gespielt wurde bzw. seit August 2002 im Klublokal in der Bahnhofstra\u00dfe 20.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>1995<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem sich die zweite Trofaiacher Mannschaft in der Saison 1995\/96 den Meistertitel der 1. Klasse erk\u00e4mpfte und somit berechtigt war, in die Obersteirische Liga aufzusteigen, wurde eine Spielgemeinschaft mit dem Verein ATUS Niklasdorf eingegangen, da die Obersteirische Liga auf acht Brettern und nicht nur auf vier wie die 1. Klasse abgewickelt wird. Diese Spielgemeinschaft mit Niklasdorf entwickelte sich in der Folge f\u00fcr beide Vereine durchaus positiv. In den 90-er Jahren kam wiederum eine neue Schachgeneration dazu, wobei die bedeutendsten Jugendlichen Wolfgang Gr\u00fcnst\u00e4udl, Robert Aschenbrenner und Stefan Spirk waren aber auch Horst H\u00f6benreich, Corinna F\u00fcrstaller, Gerald Schneeberger u.a. setzten die Erfolge der Trofaiacher Jugendarbeit fort. 1998 und 1999 wurde wiederum die Jugendmannschaftsmeisterschaft von den Trofaiacher Teams gewonnen. Aschenbrenner sicherte sich 1998 sowohl den Jugend- als auch den Junioreneinzeltitel. 1999 konnte er seinen Erfolg in der Klasse U 20 wiederholen. Gr\u00fcnst\u00e4udl wurde 1996 Vizejugendlandesmeister, Spirk erreichte denselben Platz im Jahr 1999. Die Trofaiacher Landesligaauswahl wurde durch Spieler wie den Niklasdorfer Karl S\u00f6lkner, den Nieder\u00f6sterreicher Gregor Pfeiffer und den Wolfsberger Richard Tiefenbacher sowie insbesondere dem Sohn von IM Bukal, n\u00e4mlich Vladimir Bukal jun., verst\u00e4rkt. In der Saison 1998\/99 beherrschte die Trofaiacher Auswahl das Geschehen in der Landesliga, wobei der Grundstein f\u00fcr den Erfolg bereits in der ersten Runde mit einem 5,5:2,5 Sieg gegen Titelkonkurrent Austria Graz gelegt wurde. Mit diesem Sieg sicherte sich das Trofaiacher Team (IM Vladimir Bukal, Gerd Mitter, Gregor Pfeiffer, Karl S\u00f6lkner, Marcus Ebner, Richard Tiefenbacher, Werner Kormann und Robert Aschenbrenner) den Aufstieg in die Staatsliga B-S\u00fcd. In der zweith\u00f6chsten \u00f6sterreichischen Spielklasse schienen vorerst die Trauben f\u00fcr die Trofaiacher zu hoch zu liegen. In der auf sechs Brettern ausgetragenen Meisterschaft zierte Trofaiach von Anbeginn an das Tabellenende. Erst in der Fr\u00fchjahrssaison konnte dank Erfolge gegen Styria Graz, St. Veit an der Glan u.a. das drohende Abstiegsgespenst gebannt werden. In den folgenden Jahren verst\u00e4rkte sich der Schachverein daher mit ausl\u00e4ndischen Spielern wie den deutschen GM Christian Gabriel, IM Lothar Arnold, FM Dr. Wolfgang Max Koch und Erich Schulzke sowie dem kroatischen GM Ivan Zaja. Robert Aschenbrenner konnte sich bei den Jugendstaatsmeisterschaften erfolgreich schlagen und vertrat im Jahr 1999 \u00d6sterreich bei der U 20 Weltmeisterschaft in Armenien. Er entwickelte sich in den letzten Jahren zum st\u00e4rksten Trofaiacher Schachspieler und gewann u.a. in den Jahren 2001, 2002 und 2003 jeweils die obersteirische Einzelmeisterschaft und 2003 auch die Grazer Stadtmeisterschaft. Dass die Trofaiacher nicht nur auf wenige Spitzenspieler schauten, sondern insbesondere versuchten eine breite Basis f\u00fcr das Schachgeschehen zu gewinnen, dokumentiert auch dass das zweite Trofaiacher Team in der Saison 2000\/01 die Obersteirische Liga f\u00fcr sich gewinnen konnte und somit in die Landesliga aufstieg. Insgesamt nahm die Spielgemeinschaft Trofaiach\/Niklasdorf in den letzten Jahren mit jeweils sieben Mannschaften an den Vereinsmeisterschaften teil. Bereits im dritten Jahr in der Staatsliga B-S\u00fcd sicherte sich das Trofaiacher Sextett sensationell den 1. Platz und somit die Berechtigung an den Aufstiegsspielen f\u00fcr die Staatsliga A teilzunehmen. Bei den Aufstiegsspielen in Absam\/Tirol wurde das Trofaiacher Team (Gabriel, Bukal jun., Arnold, Schulzke, Aschenbrenner, Mitter und Spirk) jedoch unter ihrem Wert geschlagen und scheiterten \u00fcberraschend klar.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>2002<\/strong><\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2002 erfolgte eine Reform der Staatsligen in \u00d6sterreich und spielt Trofaiach daher seit der Saison 2002\/03 in der Staatsliga B-Mitte, welche seit heuer zweite Bundesliga Mitte genannt wird, gemeinsam mit k\u00e4rntner, steirischen und ober\u00f6sterreichischen Vereinen. Aufgrund dieser Reformen reichte auch der 9. Platz in der Landesliga nicht und stieg die zweite Mannschaft somit wieder in die Obersteirische Liga ab, was zur Folge hatte, dass die dritte Mannschaft von der Obersteirischen Liga in die 1. Klasse zur\u00fcckfiel. In der Spielsaison 2003\/04 liegt Trofaiach in der Bundesliga Mitte nach der Herbstsaison auf dem 3. Rang, in der Obersteirischen Liga am 1. Platz, in der 1. Klasse Murtal auf den R\u00e4ngen 3 und 7 sowie in der 2. Klasse St\u00e4dtezentrum auf den Pl\u00e4tzen 3, 5 und 6. Das Klubgeschehen ist nach wie vor durch regen Besuch der Klubabende gepr\u00e4gt, wobei neben der Stadtmeisterschaft seit Beginn der 80-er Jahre jeweils auch eine Stadtblitzmeisterschaft, ein Weihnachtsblitzturnier, ein Jahreshauptversammlungsblitzturnier sowie im Herbst ein Schnellschachturnier ausgetragen wird. In den letzten Jahren sind auch wieder erfolgshungrige Nachwuchsspieler wie Thomas Weilharter, Wilfried Thoma und einige weitere zum Verein gesto\u00dfen, womit eine erfolgreiche Zukunft des Schachklubs gesichert erscheint.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte des Schachklubs 1928 Die Urspr\u00fcnge des Schachklubs ALPINE Trofaiach reichen bis in das Jahr 1928 zur\u00fcck: Das vereinsm\u00e4\u00dfig organisierte Schachspiel hat mithin in dieser obersteirischen Kleinstadt (damals noch Marktgemeinde) eine immerhin bereits f\u00fcnfundsiebzigj\u00e4hrige Tradition. 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